Kinder-Reha-Klinik "Am Nicolausholz"


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23.01.12

Triple P-Trainerin der Kinder-Reha-Klinik wieder neu lizensiert

- die Kinder-Reha-Klinik blickt auf 1.800 zufriedene Eltern in zehn Jahren zurück

Die erneute Lizensierung von Katrin Erler-Sommer, neben Jaqueline Wolf, eine der zwei lizensierten Triple P-Trainerinnen der Kinder-Reha-Klinik, ist Anlass für einen kurzen Rückblick auf das mittlerweile
10-jährige Erfahrungsspektrum der Klinik mit Triple P (Positiv Parenting Programm).

Die Kinder-Reha-Klinik "Am Nicolausholz" Bad Kösen, eine  Fachklinik für Kinder- und Jugendrehabilitation, bietet Kindern mit Erkrankungen wie Asthma, Neurodermitis oder Diabetes mellitus eine ganzheitliche Betreuung durch ein Team aus erfahrenen Medizinern, Therapeuten und Pädagogen. Durch ein vielseitiges Angebot an Therapien und Schulungen wird während des Aufenthaltes alles vermittelt und eingeübt, was für die Gesundheit des Kindes förderlich ist.
Das Elternkompetenztraining von Triple P ist schon seit fast zehn Jahren fester Bestandteil des Therapie-angebots in der Kinder-Reha-Klinik und wird im Wechsel von zwei Triple P-Trainerinnen durchgeführt. Die Klinik kann stolz verkünden, dass sie insgesamt rund 1.800 zufriedene Mütter und Väter aus ganz Deutschland aus dem Gruppentraining „entlassen“ hat. Schon vor ihrer Anreise werden die Begleitpersonen schriftlich über die Möglichkeit informiert, während ihres Aufenthalts an einem Triple P-Gruppentraining teilzunehmen, um ihre Erziehungskompetenzen zu stärken und so die gesunde Entwicklung ihres Kindes zu fördern. Die frühe Anmeldung und Information über die Kosten des Elterngruppenarbeitsbuches hat sich bewährt, da sie eine rechtzeitige Integration des Elterntrainings in den Therapieplan ermöglicht.
Das Triple P-Gruppentraining ist in der Kinder-Reha-Klinik an den vierwöchigen stationären Kontext angepasst und wird daher in einer etwas komprimierten Form angeboten. Das Angebot umfasst vier  Gruppensitzungen von jeweils zwei Stunden, die durch eine zusätzliche Abschlusssitzung für weiteren Klärungsbedarf ergänzt werden. Zudem werden den Eltern gleich zu Anfang des Kurses Einzelgespräche angeboten, die anstelle der Telefonsitzungen in Anspruch genommen werden können. Die Klinik bietet sowohl das Gruppentraining für Kinder im Alter von 2 - 12 Jahren als auch das Teen Triple P-Gruppentraining an, welches sich an Eltern von Jugendlichen ab zehn Jahren richtet. Die Kurse sind mit durchschnittlich 10 - 12 Eltern gut besucht. Wenn im Rahmen des Aufenthalts die Begleitperson wechselt, versucht die Klinik auch dem zweiten Elternteil den Besuch des Elternkurses zu ermöglichen.

Als besonders förderlich erweist sich die Integration von Triple P in den Therapieplan der Patienten. Dadurch haben die Eltern Ruhe und Zeit sich mit den Erziehungsfertigkeiten auseinanderzusetzen, während ihre Kinder professionell betreut werden. Vorteilhaft ist, dass das gesamte Klinikteam mit dem Programm vertraut und ausreichend darüber informiert ist.
Positiv fällt auf, dass sich die Eltern bei der Umsetzung des Programms untereinander eifrig unterstützen. Auch außerhalb des Kurses ermuntern und motivieren sich die Eltern gegenseitig dabei, die Erziehungsfertigkeiten anzuwenden und sowohl während des Essens als auch beim Zusammensitzen am Abend herrscht so manches Mal ein reger Austausch über das im Elternkurs erworbene Wissen. Dies führt natürlich dazu, dass vieles direkt ausprobiert und umgesetzt wird.
Es kommt jedoch auch vor, dass Eltern sich scheuen einige der Erziehungsfertigkeiten, wie z. B. die Auszeit, auszuprobieren, um mögliche weitere Auseinandersetzungen mit ihren Kindern zu vermeiden – zum Teil aus der Befürchtung heraus,  andere Patienten zu stören. Meist ist diese Scheu jedoch unbegründet, da ein Großteil der Begleitpersonen an einem Triple P-Elternkurs teilnimmt und mit den Fertigkeiten sowie den eventuellen Schwierigkeiten bei der Umsetzung vertraut ist. Da das Elternkompetenztraining unter den Eltern bekannt und beliebt ist, verurteilt niemand den anderen für die Nutzung dieses Angebots, so dass es nicht zu einer Stigmatisierung kommt.

Als Fazit lässt sich festhalten - auch Erziehungskompetenz kann trainiert werden.



 
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Letzte Aktualisierung: 22.02.2012 ©  Lielje Gruppe